musenkuss

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Verkorgst a la Alex 34

„So, das war es erst einmal für heute. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und ihr seid zu sinnvollen Ideen gekommen, was unsere neuesten Investitionen betrifft. Wir sehen uns nächste Woche wieder, am selben Tag, um dieselbe Zeit. Euch eine schöne Woche und denkt daran: Nur wer Gutes tut, ist gut!“, bei den letzten Worten erhebt sie die Stimme und spricht sie fast schon feierlich aus. Aber das Unheimlichste ist, dass alle in die letzten Worte mit einsteigen, weshalb es fast wie ein Glaubensbekenntnis klingt. ‚Nur wer Gutes tut, ist gut‘ –was soll das denn sein? Das hört sich  echt lächerlich an. Ist denen nichts Besseres eingefallen?!? Wahrscheinlich nicht. Die Gruppe zerstreut sich und alle gehen hinaus. Ich bin echt froh, dass das hier zu Ende ist.  Jetzt kann ich endlich nach Hause fahren. Ich gehe aus dem Raum und merke, dass ich so müde bin, dass ich fast keine Kraft mehr habe, gerade zu laufen. Also lasse ich meine Schultern hängen und schleppe mich zu meinem Auto. Ach ja, ich habe ja kein Auto. Blöd gelaufen Alex, denke ich mir selber. Jetzt muss ich auch noch mit dem Bus oder dem Taxi fahren. Da hätte ich mich ruhig auch mal früher drum kümmern können. Ich habe keine Ahnung, wann der Bus kommt und kein Nummer einer Taxizentrale. So ein Mist aber auch! Ich stehe wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Krankenhaus. Es dauert nun mal ein bisschen länger, darüber nachzudenken, was ich jetzt machen soll, wenn man so fertig ist wie ich. Ich hätte mit weniger Arbeiten anfangen sollen- definitiv. „Alex, soll ich Sie mitnehmen?“, fragt jemand hinter mir. Diese Stimme kenne ich. Sie stammt von Jemandem, der mir in letzter Zeit wirklich oft über den Weg gelaufen ist. Ich drehe mich um und sehe, dass ich Recht hatte. Es ist mein überaus nerviger Arbeitskollege Tom, den ich am Wenigsten von all den Leuten mag, die ich im Krankenhaus so kenne. Ich habe mit ihm Medizin studiert (sehr zu meinem Leidwesen) und konnte ihm dann Gott sei Dank einige Zeit aus dem Weg gehen, bis er in meinem Krankenhaus angefangen hat. Aber das ist ja klar, die Leute, die man am Wenigsten mag, verfolgen einen auf ewig. Zu meinem Vorteil bin ich aber seine Chefin, was es etwas erträglicher macht.

9.9.15 20:44

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Maria Amanda / Website (2.9.17 21:37)
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