musenkuss

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Das Schicksal ist ein Würfelspiel

Unter dem Geräusch der quietschend einfahrenden Züge waren die Lautsprecher-Ansagen kaum zu hören. Lediglich die Phrasen, die man schon auswendig kennt, ließen sich erahnen. Gerade fuhr ein ICE ein und das Einzige, was er verstand war kaum mehr als: „Vorsicht auf Gleis… fährt ein“. Zum Glück waren diese Ansagen für ihn  nicht von Bedeutung, denn was er vorhatte kontrollierte das Schicksal, oder der Zufall. Er glaubte weder an das Eine noch das Andere, was die Sache für ihn umso spannender machte. Er holte seinen Würfel aus der Tasche, ein kleines unscheinbares Ding, was aus hochwertigem Holz gefertigt war und dessen Punkte eingebrannt waren, und würfelte. Die Anzahl der Augenpaare zeigte „vier“. Er ging zu Gleis vier und schaute auf die Anzeige. Ein Zug in Richtung  Basel würde in zehn Minuten einfahren.  Er freute sich, denn die Richtung in die der Zug fuhr, gefiel ihm.

 Vor einer Woche hatte er angefangen, mit dem Würfel zu reisen. Er würfelte, betrat das Gleis, welches der Anzahl der Augen der gewürfelten Seite des Würfels anzeigte, nahm den nächsten Zug an diesem Gleis und stieg nach so vielen Haltestellen aus, wie der Würfel nach wiederholtem Würfeln anzeigte. Bei einer sechs wurde noch einmal gewürfelt und die beiden  Zahlen zusammengezählt.

3.2.16 20:36

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